Gesamtschule-Kohlscheid

29. Okt. 2012

Technikunterricht an außerschulischem Lernort

Städtische Gesamtschule Kohlscheid besucht
das Institut für Eisenhüttenkunde der RWTH


Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b war deutlich spürbar. Bei ihrer ersten Exkursion zu einem außerschulischen Lernort erwartete die Mädchen und

Jungen der Technikgruppe von Frau Onkels ein interessantes Programm. Die beiden Ingenieurinnen Kirsten Dahmen und Eva Hemmerich hatten Informationen und Versuche vorbereitet, die in der Schule so nicht durchführbar sind. In schülergerechter Form präsentiert erfuhren die Kinder, wie aus Eisenerz Roheisen entsteht.


Selbst Hand anlegen war gefragt, um aus einer Ronde aus Stahlblech einen Napf zu fertigen. Dazu wurde das Stahlblech durch einen Tiefziehprozess verformt. Jeden Arbeitsschritt durften die Schüler selbst durchführen und dadurch Einblick in den Fertigungsprozess von z. B. Getränkedosen bekommen.


An der Zugprüfmaschine wurde Aluminiumblech getestet. Die Aluminiumprobe gehörte zu einer Fertigung von Autoteilen, deren Qualität regelmäßig überwacht und im Institut für Eisenhüttenkunde genauestens unter die Lupe genommen wird. Von morgens angelieferten Proben werden die Ergebnisse der Tests so schnell wie möglich an die Firma gemeldet, die erst dann ausliefert.

In verschiedenen Experimenten mit flüssigem Stickstoff erlebten die Kinder die Auswirkung von Temperatur auf Werkstoffe. Beeindruckend war der gefüllte Luftballon der in flüssigen Stickstoff getaucht wie von Zauberhand scheinbar die Luft verlor und beim Herausnehmen seine vorherige Form langsam wieder annahm. Eine Banane kann durch ein ähnliches Tauch-Bad in kurzer Zeit so hart werden, dass man damit einen Nagel in ein Brett schlagen kann.


Werkstoffprüfung bedeutet aber nicht nur die Untersuchung der Wirkung von Kälte auf verschiedene Werkstoffe sondern auch die Wirkung von Wärme darauf. Mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera stellten die interessierten Schüler fest, welche Wärmeverteilung ihr eigener Körper hat. Begeistert haben die Kinder das eigene Wärmebild-Foto in Empfang genommen.

Alle waren sich am Ende des Vormittags einig: Es war ein lehrreicher, kurzweiliger und interessanter Ausflug in die Welt der Forschung und Lehre. Einige der jungen Nachwuchsforscher können sich vorstellen später einmal ein Praktikum oder eine Ausbildung oder ein Studium am Institut für Eisenhüttenkunde zu machen. Andere wollten sich sofort um einen der begehrten Plätze für den Girls’ Day bewerben.

Mit Spannung erwarten die anderen drei Technikgruppen ihre Exkursion zur RWTH.
Denn Eines ist sicher: Vom Erzählen wird man neugierig, aber durch eigenes Tun lernt man am meisten.